Hallo Gaming Freunde. Der erste große Patch für Mortal Shell II ist da, und er ist riesig. Das Woche-1-Update bringt nicht nur Fehlerbehebungen, sondern echten neuen Content: eine komplett neue Klasse von Tarsteinen, eine umgebaute Wirtschaft, überarbeitete Konter und einen Bugfix, der wichtiger ist als alles andere im Patch.
Ich habe mir das komplette Änderungsprotokoll vorgenommen und gehe hier jeden Punkt durch, der wirklich etwas am Spiel ändert. Achtung: Ein paar Zeilen enthalten leichte Spoiler zu Bossen und Gebieten.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Ihr könnt eure Hülle jetzt zurücksetzen und bekommt alle Einblicke erstattet.
- Einblicke und Tarkerne sind keine begrenzte Ressource mehr — ein Durchgang reicht für alles.
- Es gibt eine komplett neue Sorte Tarsteine, die zerbrechen und dabei einen Effekt auslösen.
- Konter wurden von Grund auf überarbeitet und skalieren jetzt mit der Gegnergesundheit.
- Ein Speicherstand-Fehler, der eure Datei zerstören konnte, ist behoben.
Zerbrechliche Tarsteine — die neue Klasse
Das Prinzip ist simpel. So ein Stein hat eine Haltbarkeit. Solange er heil ist, gibt er euch einen passiven Effekt. Ist die Haltbarkeit aufgebraucht, zerbricht er, löst dabei einen Effekt aus und hinterlässt euch einen Tarkern.
Wichtig zu wissen: Diese Steine sind nicht einzigartig. Ihr könnt denselben Stein in einem Durchgang mehrfach finden. Das ändert die ganze Logik dahinter — ihr müsst euch nicht überlegen, ob ihr den jetzt verbraucht.
Einblickstein
Der nutzt sich ab, während ihr Gegner besiegt, und zerbricht schließlich zu Einblicken. Im Kern ist das eine passive Einblick-Farm, die einfach mitläuft, während ihr spielt. Regelt das Einblick-Farmen ein ganzes Stück entspannter.
Egons Stein
Meiner Meinung nach einer der stärksten Steine im ganzen Patch. Sterbt ihr in einem Verlies, dürft ihr am Eingang wieder einsteigen. Das kostet Haltbarkeit. Zerbricht er dabei, verhindert er zusätzlich, dass ihr bei diesem Tod eure Düsteressenz verliert. Also zweimal Absicherung in einem Item.
Zwei alte Steine wurden umgebaut
Der Stein des Justiciars und der Düstergebundene Stein sind jetzt ebenfalls zerbrechlich. Beide haben dafür stärkere passive Effekte bekommen plus neue Effekte beim Zerbrechen. Habt ihr die schon im Inventar, wurden sie automatisch in die zerbrechliche Fassung umgewandelt.
Wo ihr die neuen Steine findet
- Bestimmte Gegner lassen sie fallen.
- Mehrere Verliese vergeben sie als Belohnung.
- Merrick hat angefangen, sie zu verkaufen — sein Vorrat füllt sich im Verlauf gelegentlich wieder auf.
Die große Wirtschafts-Änderung
Das ist der Punkt, der langfristig am meisten verändert: Einblicke und Tarkerne sind keine endliche Ressource mehr. Im Klartext — ihr könnt in einem einzigen Durchgang alle Hüllen sowie alle Tarsteine voll aufwerten. Kein Rechnen mehr, ob ihr eure Kerne jetzt oder lieber woanders reinsteckt. Zusätzlich geben Tarsteine beim Zerbrechen mehr Tarkerne zurück als vorher.
Ich finde das eine sehr gute Änderung. Vorher wart ihr faktisch gezwungen, euch am Anfang auf zwei, drei Hüllen festzulegen — ohne überhaupt zu wissen, welche es alles gibt und welche zu eurem Spielstil passt. Und die Hüllen verändern den kompletten Playstyle, gerade mit den erweiterten Leveln. Ihr musstet das Game mehrfach durchspielen, um überhaupt in den Genuss zu kommen, alle richtig auszuprobieren. Das fällt jetzt weg.
Tarkerne geschenkt — leicht zu überlesen
Wer vor diesem Patch schon Tarsteine aufgewertet hat, findet einen Ausgleichsvorrat an Tarkernen im Inventar. Das ist die Differenz zur neuen Rechnung. Schaut also gleich beim ersten Start rein, das steht nirgends im Spiel.
Hüllen zurücksetzen: Muthers Trennung
Der neue Gegenstand heißt Muthers Trennung. Den bringt ihr Zhirelle, der Hüllenwärterin. Sie trennt daraufhin euer Band zu einer Hülle, setzt sie komplett zurück und erstattet euch sämtliche Einblicke, die ihr reingesteckt habt. Alle.
Kaufen könnt ihr das Ding bei Merrick. Für alle, die sich bisher nicht getraut haben zu experimentieren: Ab jetzt könnt ihr. Jeder spielt seine Hülle so, wie er Bock drauf hat.
Erkundung: neue Quellen, weniger Rückweg
In ganz Fainweald und Mammon sind neue Quellen der Wiederkehr aufgetaucht. Ein Detail ist dabei entscheidend: Die sind nur tagsüber aktiv. Wer nachts an der Stelle vorbeiläuft, findet nichts.
Dazu die Änderung, über die ich mich am meisten gefreut habe: In einem Verlies erscheint nach dem Grubenkampf gegen die Grisha jetzt ein Teleporter. Damit entfällt der komplette Rückweg. Wer den Kampf kennt, weiß, was das wert ist — das war einfach unnötige Zeit.
Außerdem wurden neue Gegenstände in der Welt versteckt, und nach Abschluss bestimmter Questreihen gibt es zwei neue kosmetische Belohnungen zu finden. Eine Zeile im Änderungsprotokoll finde ich besonders schön, da steht wörtlich: „Ihr habt das zweite Trollgras immer noch nicht gefunden.“ Die Entwickler trollen uns also ganz offen.
Truhen und Belohnungen
- Die Belohnungstruhen der Verliese in den ersten beiden Regionen wurden überarbeitet.
- In Mammon wurde die Platzierung der Belohnungen aktualisiert.
- Fehlende Belohnungen in den Arena-Verliesen sind wieder da.
- Einige Truhen in der Welt wurden durch Gegenstände ersetzt, die ihr direkt aufsammelt. Problematische Truhen wurden zurückgesetzt.
- Dem Düsteressenz-Siphon wurden zusätzliche Belohnungen spendiert, darunter Einblicke.
- Verschlechterung: Mini-Quellen geben keinen Einblick mehr.
Waffen: wer stärker wird, wer Federn lässt
| Waffe | Was sich ändert |
|---|---|
| Obsidian-Hammer | Komplette Balance-Überarbeitung, schlägt deutlich härter zu |
| Klinge des Großen Märtyrers | Noch mehr Schaden — die Entwickler schreiben selbst, sie habe es in den letzten Patch nicht wirklich geschafft |
| Schwere Waffen allgemein | Balance und Schaden überarbeitet |
| Quaddelkappe | Aktiv und passiv stärker |
| Axatana | Waffenfähigkeit gewährt jetzt i-Frames und verursacht Zerbrechlich-Stapel; der aktive Effekt ihres Kampf-Tarsteins löst endlich korrekt aus |
| Tarfragment | Genervt und neu gestaltet — war „gleichzeitig zu stark sowie fehlerhaft“ |
Tarfragment im Detail
Für 50 Entschlossenheit feuert ihr damit mehrere verbundene Projektile ab, die sich mit hoher Geschwindigkeit drehen. Auf Stufe 1 rotieren die sechs Sekunden lang, auf Stufe 2 acht Sekunden. Auf Stufe 3 ändert sich die Wirkung komplett: Da decken sie einen 150 Prozent größeren Bereich ab. Zu holen ist der Stein als Beute in den blutroten Höhlen.
Ein Detail zum Schluss: Die Beschreibung im Spiel ist unverändert geblieben. Umgebaut wurden also die Werte, nicht das Konzept.
Konter komplett überarbeitet
Das ist für mich die wichtigste Kampfänderung im ganzen Patch. Euer Konterschaden skaliert jetzt mit der Gesundheit des Gegners. Das heißt: Konter bleiben im späten Spiel, im New Game Plus und im Nachtmodus tatsächlich relevant, statt zur Randnotiz zu verkommen.
- Die Unverwundbarkeitsfenster sind bei allen Kontern jetzt einheitlich und halten bis zum Ende der Animation. Vorher liefen die teilweise vorzeitig aus.
- Viele Erholungsphasen nach einem Konter enden früher — ihr habt schneller wieder die Kontrolle.
- Steht ihr mit dem Rücken zur Wand, gleitet ihr nicht mehr durch sie hindurch.
- Der Konterschaden wird jetzt sauber vom Konter selbst berechnet. Damit sind die Fälle weg, in denen er doppelt oder gar nicht gewirkt hat.
- Die Ausrichtung von Proximas Konter gegen die Stille Sester wurde behoben.
Gegner verhalten sich anders
Die Aggressions- sowie Rückzugsreichweiten wurden im gesamten Spiel neu abgestimmt. Behoben wurde, dass Gegner euch auf dem Weg zu einem Patrouillenpunkt einfach ignoriert haben, dass sie sich unangemessen weit zurückzogen, wenn sie keine Ausweichmöglichkeit hatten, und dass sie nicht angreifen konnten, während sie ein anderes Ziel anvisierten.
Die Verfolgung sowie der Magnetismus von Angriffen wurde nach oben begrenzt. Daran wird laut Entwicklern in kommenden Patches weiter geschraubt.
Was sich bei den Hüllen ändert
| Hülle | Fix |
|---|---|
| Eredrim | Der Schulterstoß steckt die Primärwaffe nicht mehr dauerhaft weg |
| Proxima | Dieselbe Korrektur für den Biosampler; sie bleibt nicht mehr im Hakenschuss hängen |
| Genessa | Ausweichsprünge repariert, „Ungreifbar“ wirkt jetzt auch gegen Griffangriffe, Doppelgänger suchen sich sinnvollere Ziele |
| Smert | Kann Projektile jetzt auch in dauerhafter Kampfhaltung zerstören |
| Gragu | Das Herz von Vatra folgt euch in Schafsgestalt nicht mehr |
Wer gerade Proxima spielt: Der Hakenschuss-Fix betrifft genau die Mechanik, auf der mein Content-Clear-Build aufbaut — der Build läuft danach spürbar sauberer.
Bosse: Monolith und Zmey entschärft
Der Monolith hat den umfangreichsten Feinschliff bekommen. Seine Laser- sowie Rotationsangriffe haben gleichmäßigere Zeitabläufe, die ihr auch lesen könnt, und werden nicht mehr in Serie ausgeführt — das war ein Fehler. Der wichtigste Punkt: Es gab einen Bug, durch den er bei bestimmten Treffern doppelten Schaden verursacht hat. Der ist weg.
Zmey, der Ungebetene tötet euch nicht mehr sofort. Sein Schwanzgriff nimmt euch jetzt nicht mehr gleichzeitig Hülle und Vorbote von 100 auf 0. Die Entwickler kommentieren das trocken mit dem Hinweis, sie hätten gehört, dass manche von uns nicht gerne mit einem Schlag sterben — aus welchem Grund auch immer. Im Nachtmodus bleibt der One-Shot allerdings drin.
Das verlorene Kind schleudert weder euch noch sich selbst durch die Arena. Und ein Detail zeigt, wie knapp der Launch war: Es benutzt jetzt seine eigene fertige Laufanimation. Bis zu diesem Patch lief da noch ein Platzhalter.
Weitere Bosse in Kürze
- Droeg, der Eroberer findet sich jetzt in seiner eigenen Arena zurecht. Seine Feuer- und Schneefalleffekte wurden optisch überarbeitet, was gleichzeitig die Leistung verbessert.
- Sir Isaac, der Gelehrtenprinz hat ebenfalls seine Arena-Navigation repariert bekommen.
- Hexapod verursacht mit seinem Flächenangriff jetzt deutlich mehr Splash-Schaden. Seine Arena ist kleiner geworden und ihr Leuchtfeuer brennt standardmäßig — damit wird der Kampf viel lesbarer.
- Orrem hat im Spiel schlicht den falschen Namen angezeigt bekommen. Behoben.
- Magdalena dreht sich während ihres Ansturms nicht mehr fehlerhaft.
- Der Aufseher und Urrig, der Henker wurden beide überarbeitet. Urrigs Wirbel warnt euch jetzt deutlich, dass er nicht pariert werden kann.
Der wichtigste Bugfix im ganzen Patch
Diesen Punkt möchte ich ganz bewusst hervorheben. Es gab einen Fehler, bei dem ein unterbrochener Speichervorgang eure komplette Speicherdatei zerstören konnte. Ein Absturz zum falschen Zeitpunkt — alles weg.
Spielstände werden jetzt so geschrieben, dass ein Absturz oder ein plötzliches Herunterfahren euch nicht mehr mit leeren Händen zurücklässt. Wenn ihr diesen Patch aus irgendeinem Grund nicht installieren wollt: allein deswegen solltet ihr es tun.
Softlocks und Feststecken
Eine lange Liste an Stellen, an denen ihr hängenbleiben konntet, ist behoben: bei den geschlossenen Burgtoren, in einer Kirche in der Anfangsregion, in einem Haus im Verlies des versunkenen Dorfes, in der Festung des Bestrafers, im Schnee auf dem Weg zu Droegs Arena und in einem Loch im Boden von Eredrims Kerker. Kollisionslücken sowie Bodenspalten wurden in den ersten beiden Regionen durchgängig ausgebessert.
Dazu mehrere echte Softlocks:
- In Vatras Tempel konntet ihr euch nach dem Erkunden dauerhaft aussperren.
- Bei Lazlos Neuentfachung gab es Absturz plus Softlock.
- Wurdet ihr in Hilgas Kessel getroffen, war Schluss — auch die Oberfläche kehrte beim Herausklettern nicht zurück.
- Mein Favorit: Habt ihr die Zwischensequenz beim Freischalten einer Hülle abgelehnt, wart ihr bis zum Neustart unsichtbar und unverwundbar.
Diese Exploits sind tot
- Die unendliche Ossinit-Farm ist zu.
- Der Exploit für unbegrenzte Heilung ist dicht.
- Schildtragende Gegner, die gegen eine bestimmte Projektilart praktisch unsterblich waren, sind gefixt.
- Lord Vellen lässt sich nicht mehr aus seiner Arena locken.
Performance und neue Einstellungen
In einigen der vollsten Bereiche stehen jetzt weniger Gegner. Die Begründung der Entwickler: Die Menge hat Bildrate gekostet, ohne Schwierigkeit hinzuzufügen. Die Spawner im dichten Gefängnisbereich wurden neu aufgebaut.
- Der deutliche Ruckler kurz nach dem Shader-Bildschirm ist weg — diese Arbeit passiert jetzt schon, während ihr im Menü seid.
- Der Bildratenabfall beim Reinigen von Tartoren ist behoben, ebenso flackernde Texturen.
- Auf Konsole wurde spürbar Bildzeit zurückgewonnen.
- Neue Grafikoption Erhöhte Geometriebudgets: standardmäßig aus, was Videospeicher spart. Habt ihr Speicher übrig, schaltet sie ein.
- Die Bildgenerierung wurde überarbeitet — sie greift jetzt nach einem Neuladen statt in Echtzeit und schaltet sich nicht mehr ein, bevor die Welt fertig geladen ist. NVIDIA-Bildgenerierung lässt sich auf deutlich mehr Grafikkarten auswählen.
- Das Spiel nutzt jetzt standardmäßig die native Auflösung eures Monitors und pausiert, wenn ein System-Overlay aufgeht.
Ein Hinweis Richtung Konsole
Switch Pro und Switch Pro 2 Controller werden jetzt unterstützt, inklusive einer Option zum Tauschen der Symbole. Steam Deck und Steam Controller zeigen ebenfalls endlich die korrekten Tasten an.
Ich habe mir zusätzlich die Spieldateien angeschaut: Da liegen 25 komplett neue Controller-Grafiken für Switch 2. Zieht daraus eure eigenen Schlüsse.
Die schönste Zeile im ganzen Patch
Ganz am Ende, unter „Verschiedenes“, steht ein einziger Punkt: „Mutton ist nun immun gegen Schaden. Er hat genug durchgemacht.“ In den Spieldateien habe ich außerdem gefunden, dass er jetzt schnurrt.
Bekanntes Problem
Ein Problem ist noch offen: Beim Malborn-Nachwuchs kann es zu einem Fehler kommen, wenn ihr während des Bosskampfes die Grisha-Überrest-Beschwörung einsetzt. In diesem Kampf also besser stecken lassen.
Mein Fazit
Für mich sind die drei größten Punkte klar: Ihr könnt Hüllen zurücksetzen, Einblicke und Tarkerne sind endlich unbegrenzt, und Konter skalieren endlich mit. Alles drei nimmt dem Spiel Zwänge weg, die vorher dafür gesorgt haben, dass man nicht so spielt, wie man eigentlich will. Dazu ein Speicherstand-Bugfix, der jede Diskussion beendet.
Was ist für euch die wichtigste Änderung? Schreibt es mir in die Kommentare unter dem Video. Bis zum nächsten Mal — bleibt gesund.